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Mozarts Requiem: Feier des Lebens

Ein szenisches Oratorium

Komponist:innen
Wolfgang Amadeus Mozart Texte von: William Shakespeare, Hermann Hesse, Franz Kafka, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky, Carl Zuckmayer
Besetzung
  • Freiburger Kammerchor
  • Leitung: Lukas Grimm
  • camerata academica freiburg
  • Till Krabbe, Sabine Fischmann (Darsteller)
  • Pater Klaus Mertes SJ (Sprecher)
Termine
20.06.2026 | 19 Uhr
St. Martin Freiburg
21.06.2026 | 17 Uhr
Dom St. Blasien
Tickets
Karten im VVK 11-28 € zzgl. Gebühren Abendkasse zzgl. 3 €

Mozarts Requiem – Eine Feier des Lebens

In der Nacht des 5. Dezember 1791 um 0:55 Uhr stirbt Wolfgang Amadeus Mozart, noch nicht 36-jährig, über der Arbeit an seiner Totenmesse, dem Requiem. Der frühe Tod schlägt ihm die Feder aus der Hand. Auf seiner Bettdecke liegt das unvollendet gebliebene Lacrimosa, abgebrochen nach acht Takten. Nur knapp die Hälfte der Totenmesse ist vollendet, der übrige Teil wurde nach Mozarts Tod von fremder Hand ergänzt. Soweit die Fakten.

Und doch beginnt hier das eigentliche Geheimnis dieses Werkes. Ist Mozarts Requiem, dieser monumentale Torso einer Totenmesse, vielleicht gerade deshalb eine seiner ergreifendsten Schöpfungen, weil es unvollendet blieb? Weil es uns nicht mit geschlossener Form und endgültiger Aussage entlässt, sondern offen lässt – wie das Leben selbst? Mozarts Musik konfrontiert uns mit unserer Endlichkeit, ohne uns zu überfordern. Sie zwingt nicht, sie lädt ein. Niemand von uns hat Wissen über den eigenen Tod. Aber erst das Bewusstsein unserer Endlichkeit ermöglicht es uns, die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt zu stellen. Und wie sehr sehnen wir uns nach einer tröstlichen Antwort. Mozart selbst fand diesen Trost offenbar schon früh. In einem Brief an seinen Vater schreibt er 1787:

„Da der Tod – genau zu nehmen – der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts Schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel Beruhigendes und Tröstendes.“

Vielleicht ist es dieser Trost, der in Mozarts Musik anklingt und der Grund, warum sie bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren hat. Für uns moderne Menschen ist der Tod mehr und mehr zu einem Tabuthema geworden. Viele scheuen sich, sich mit dem Ende des Lebens auseinanderzusetzen. Mozarts Requiem aber eröffnet einen Raum, in dem Trauer, Angst, Hoffnung und Vertrauen zugleich Platz haben.

Faire Musiker*innen-Honorare

Der Freiburger Kammerchor hat sich freiwillig dazu verpflichtet, seine Musiker*innen nach den Mindest-Honorar-Vorschlägen der Deutschen Musik- und Orchestervereinigung „unisono“ zu entlohnen. In deren Empfehlung heißt es: „Freischaffende Musiker*innen haben zahlreiche zusätzliche Aufwendungen, die sich aus ihrer Selbstständigkeit ergeben (u.a. Betriebskosten inkl. Instrumentenanschaffung, Altersvorsorge, Unfallversicherung, krankheitsbedingte Ausfalltage) und müssen individuelle Vorbereitungs- und Reisezeiten einkalkulieren.“ Durch die Einhaltung dieser Mindest-Standards helfen wir mit, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten und setzen uns dafür ein, dass öffentliche Fördergelder zukünftig an diese Untergrenzen geknüpft werden.

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